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19.04.2015, 22:02 Uhr

AK „Südbaden für alle“ besucht Caritaswerkstätten in Waldshut


Der Arbeitskreis „Südbaden für alle“ zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention des CDU-Bezirksverbandes Südbaden besuchte gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern des CDU-Kreisverbandes Waldshut die Einrichtung der Caritas für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Gurtweiler Schloss. Begrüßt wurden die Anwesenden durch Geschäftsführer Manfred Schrenk und Wohnheimleiterin Felicitas Greiner, welche die Besucher zunächst allgemein über die Arbeit der Caritaswerkstätten informierten.

Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Waldshut Felix Schreiner sieht in der Umsetzung der UN-Behindertenkonvention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschen mit Behinderung Gabi Schmidt MdB ist überzeugt: „Mit den Werkstätten wird den Menschen mit Behinderung eine gute Chance gegeben, einen Beruf ausüben zu können und möglicherweise den Sprung in den primären Arbeitsmarkt zu schaffen.“ Der Arbeitskreis der CDU Südbaden wolle verschiedene Lebenswelten der Menschen mit Behinderung aufgreifen, wie hier die Verbindung der Arbeitswelt und der Wohnmöglichkeiten, so der Vorsitzende des Arbeitskreises Johannes Rothenberger. „Die Anliegen der Betroffenen werden wir im Bezirksverband weiter tragen und politisch umsetzen“, ist sich die Bezirksgeschäftsführerin Astrid Hermann sicher.

 

Die Caritas Werkstätten Hochrhein gGmbH hat gesamthaft 8 Standorte. Am Standort Gurtweil gibt es die zwei Bereiche Werkstätte und Wohnen. „Eines unserer Ziele ist es, Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen zu schaffen. Auf diesem Weg möchten wir Vorurteile abbauen.“, so Manfred Schrenk. Hierfür gibt es zum Beispiel das Projekt „Tandem IV“, welches den Menschen mit Behinderung den ersten Arbeitsmarkt näher bringen soll. Aktuell nehmen 35 Personen am Projekt teil, welche neben der Tätigkeit in der Werkstätte in Firmen im Landkreis Waldshut arbeiten.

 

Felicitas Greiner stellte außerdem das neue Wohnprojekt „Gemeindenahes Wohnen“ in Laufenburg-Rhina vor. Hier wohnen 8 erwachsene Menschen mit Behinderungen selbstständig in einer Wohngemeinschaft und erhalten Hilfestellung von Mitarbeitern der Caritas. „Dieses Wohnprojekt stellt eine Schnittstelle zwischen ambulanten und stationären Wohnangeboten dar.“, erklärt Felicitas Greiner. Das erste Projekt startete 2010 erfolgreich in Bonndorf, seit letztem Jahr gibt es nun das zweite in Laufenburg. Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt zeigte sich begeistert: „Ich finde solche Projekte sehr unterstützenswert. Durch die verschiedenen Wohnformen besteht die Möglichkeit, eine geeignete und individuelle Lösung für den Menschen mit Behinderung zu finden.“

 

Manfred Schrenk sprach weiter das Problem an, wenn Menschen mit Behinderung krank werden und eine Behandlung im Krankenhaus notwendig wird. „Für die Patienten ist das oft eine sehr schwierige Situation, weil sie diese nicht verstehen und nachvollziehen können.“, erläutert Manfred Schrenk. Zudem stehe auch das Pflegepersonal vor einer sehr großen Herausforderung. „Dieses wird den Anforderungen und Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung manchmal nicht gerecht, weil das Personal nicht entsprechend geschult ist.“ Ähnliche Probleme bestünden auch in der Altenpflege.

 

Zum Abschluss des Besuches zeigten Manfred Schrenk und Felicitas Greiner der Gruppe verschiedene Räumlichkeiten des Standortes.

Felix Schreiner sagte zum Abschluss: „Es ist eine große Freude zu sehen, wie Menschen mit Behinderung als Teil unserer Gesellschaft angenommen werden. Mein großer Respekt gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Tag für Tag Gutes tun.“

 


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