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10.02.2006

Bericht der Stuttgarter Zeitung zum Rücktritt von Andreas Renner

"Die politische Geheimdiplomatie den Profis überlassen"

Der Leiter des Tübinger Südwestrundfunk-Studios gerät wegen seiner Vermittlerrolle in der Renner-Affäre unter Druck

Der Tübinger SWR-Studioleiter wollte im Streit zwischen Bischof Fürst und Sozialminister Renner nur vermitteln. Die Mission scheiterte, wie man weiß. Nun steht Andreas Narr Ärger mit dem Rundfunkrat ins Haus. Intendant Peter Voß hat schon eine Rüge ausgesprochen.

Den vollständigen Bericht können Sie in der Stuttgarter Zeitung - auch online - nachlesen.


Stuttgarter Zeitung/Wolfgang Messner -
Der Brief ist im Ton verbindlich, in der Sache unmissverständlich. Der Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 31. Januar sei "zutreffend", schreibt Peter Voß an den "lieben Herr Dr. Narr". Dies finde er bedauerlich, weil dadurch der SWR in ein "schiefes Licht" gerate - "offenkundig nicht ohne Ihr Zutun".

Das darf als strenger Verweis gewertet werden für ein Vorgehen, das in der Tat gegen journalistische Grundregeln verstößt.

...

Aufgeklärt aber ist mit seiner Entschuldigung nichts. Vieles an der Rolle Narrs und des SWR in der Rücktrittsaffäre erscheint merkwürdig. Renners umstrittene Äußerungen gegenüber Fürst fielen am 12. Juli 2005 im Landtag. Zwei Wochen später war Renner zum offiziellen Antrittsbesuch bei Fürst eingeladen, bei dem die Beleidigung kein Thema mehr ist. "Für mich war das Problem schon lange aus der Welt", beteuert auch der Exminister. Gleichwohl erklärt Gebhard Fürst gegenüber Narr und Locher am 4. Oktober in Assisi, er fühle sich durch Renner tief verletzt. Was ist der Grund dafür?

Am 25. Januar 2006 berichtet der SWR exklusiv in seinem ersten und vierten Hörfunkprogramm vom Streit zwischen Minister und Bischof und spekuliert sogleich über einen möglichen Rücktritt Renners. Die Affäre eskaliert. Weder Oettinger noch Renner, noch der Diözese gelingt es, die Gemüter zu beruhigen, obwohl doch eigentlich alles bereinigt sein müsste.

Wie aber hat der SWR von der Geschichte erfahren? Narr sagt, die Sache sei zu diesem Zeitpunkt "virulent" gewesen. Bei dem fraglichen Gespräch in Assisi seien ja "noch mehr Leute am Tisch gesessen". Merkwürdig nur, dass kein weiterer Journalist damit an die Öffentlichkeit gegangen ist. Hat Narr sein Schweigegelübde also doch gebrochen? Hat er die landespolitische SWR-Korrespondentin Sibylle Grether informiert, die die Meldung letztlich absetzte? Narr bestreitet dies. Auch hier tauchen Widersprüche auf. In seinem Brief an Voß meint Narr, es ehre ihn, dass er zusammen mit Locher als "Kronzeuge in dieser Affäre" genannt werde.

Hier in der

Stuttgarter Zeitung

finden Sie den vollständigen Bericht mit einem Klick.


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