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Presse
04.04.2012, 20:15 Uhr
Ein „Hybrid“ bei der Bundespräsidenten-Wahl
Ruth Baumann gemeinsamer Kandidat der Grünen und der CDU

Es war schon ein Novum, dass die Fraktionen der Grünen und der CDU des baden-württembergischen Landtages sich auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Bundesversammlung einigten. Denn beiden stand rein rechnerisch ein halber Wahlmann zu - und bevor das Los eine Entscheidung herbeiführen musste, beschloss man, sich auf einen gemeinsamen Bewerber zu verständigen. Die Wahl fiel auf Ruth Baumann, Präsidentin der Unternehmerfrauen im Handwerk Baden-Württemberg e.V., auch engagiert in der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT).

Die „Frau aus dem Handwerk“, die in einem Freiburger Straßenbauunternehmen täglich ihren „Mann“ steht, wurde von ihrer „Misch-Nominierung“ überrascht. Obwohl sie Joachim Gauck bereits vor seiner erneuten Kandidatur als Bundespräsident in Vorträgen erlebt hatte, ließ es sich die Mittelständlerin aber nicht nehmen, ihm erneut, bei seinem Besuch im Stuttgarter Landtag, zuzuhören. „Es war für mich beeindruckend, dass alle Anwesenden Herrn Gauck ungeteilte Aufmerksamkeit schenkten. Er verstand es, uns zu packen und mitzunehmen“, beschrieb Ruth Baumann ihren Eindruck des Gauck-Auftritts in Stuttgart, wo sie aufgrund ihres eigenwilligen „Wahlstatus“ gerne als „Hybrid“ geneckt wurde.

Die Aussagen und Statements des Bewerbers um das höchste Staatsamt der Bundesrepublik fanden ihre Zustimmung. Sie habe die Hoffnung, dass er Diskussionen und Themen aufgreife, die nicht immer nur auf Einverständnis und Gegenliebe stoßen. „Gauck wird sicherlich kein pflegeleichter Bundespräsident sein, sondern über Parteigrenzen hinweg Vorstellungen und Werte eigenständig vertreten“, charakterisiert Ruth Baumann das neue Staatsoberhaupt. „Aber eine Person mit Ecken und Kanten ist zwischen den oft konform wirkenden Politikern erfrischend, steigert allerdings auch die Erwartungen an dessen künftiges Wirken und Handeln“