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27.01.2006, 18:26 Uhr

Arbeits- und Sozialminister Andreas Renner ist zurückgetreten

Andreas Renner ist bekannt für seinen klaren, aufrichtigen Stil. In hitzigen Diskussionen versteckt er sich nicht hinter feinsinnigen diffisilen Anspielungen. Er spricht klare Worte - die hier bei uns auch jeder versteht. Seine Bemerkung über G.W. Bush "Der gehört abgeschossen" fasste niemand hier in unserer Region als Aufforderung zu Mord und Totschlag auf. Jeder wusste, was Andreas Renner meinte.

Und so ist wohl auch seine Bemerkung zum Rottenburger Bischoff Fürst einzuordnen. Andreas Hoffmann, MdL, bestätigt dies ebenfalls. Er kam kurz nach dem Wortwechsel zur Sitzung mit dem Bischoff hinzu und konnte keinerlei Verstimmungen erkennen. Andreas Renner hat sich auch längst beim Bischoff entschuldigt - und dieser nahm die Entschuldigung sehr gerne an.

Aber dies scheint wohl die aktuelle politische Lage der SPD zu charakterisieren. Die SPD kümmert sich im Wahlkampf kaum um die Belange vor Ort - aber profiliert sich über die "rüpelhafte Attacke" eines Ministers anstatt eigene Ideen und Konzepte im Wahlkampf zu präsentieren.

Interessant übrigens, dass über fünf Monate gewartet wird, bis die Nachricht über die heiße Diskussion in den Medien lanciert wurde.

Schade, dass ein offenes und ehrliches Wort - welches in einer scharfen Diskussion vielleicht nicht immer der hohen Schule der Diplomatie entspricht - zu einem Rücktritt eines profilierten Politikers in unserem Lande führen muss.

Andreas Renner hat und hätte sicher noch viel Gutes für unsere Region und unser Baden-Württemberg in seiner Position als Arbeits- und Sozialminister erreichen können. Wir haben einen großen Unterstützer in Stuttgart verloren.

Wir von der CDU Stockach bedauern seinen Entschluss sehr und hoffen, dass wir so schnell wie möglich wieder viel Positives von ihm hören werden.

Als kleiner Trost mag dienen, dass wir in Stockach am vergangenen Montag die neue Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz bereits in der Stockacher Fortuna mit dem Thema "Orientierunsplan Baden-Württemberg" in Stockach begrüßen konnten.

Das ist die Arbeit der CDU. Wir sind vor Ort unterwegs um Meinungen, Stimmungen und Informationen von den Bürgern zu erhalten. Dies ist ein anderer Arbeitsstil wie in andere Parteien innehaben. Und das spricht wiederum für uns und die CDU.

Aber das hilft nur wenig über den Rücktritt unseres Andreas Renners hinweg.

Dennoch: Lassen Sie uns nach vorne schauen und gewinnen wir den anstehenden Landtagswahlkampf im Interesse unseres Landes und unserer Bürger für die CDU.

Schöne Grüße,
Ihr

Rolf Bart

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